Kläranlage Trossingen

Das Abwasser der Stadt Trossingen wird in der eigenen Kläranlage Ost in der Talhauser Straße geklärt. Ein kleiner Teil des Trossinger Abwassers aus den westlichen gelegenen Stadtteilen fließt topographisch bedingt zum Abwasserzweckverband Oberer Neckar und wird dort gereinigt.

Bei trockenem Wetter beträgt der Schmutzwasseranfall ca. 45 l/s. Regenwetter erhöht die Zulaufmenge um bis zu 150 l/s. In diesem Fall handelt es sich dann um sogenannte Mischwasser (Schmutz- und Regenwasser). Pro Jahr werden in der Trossinger Kläranlage ca. 2.000.000 m³ Abwasser gereinigt. Die Aufbereitung des Abwassers erfolgt durch mechanische, biologische und teils chemische Reinigung.

Historie

1926 bis 1957

Bereits im Jahr 1926 wurde in Trossingen über den Bau einer Kläranlage nachgedacht. Aus finanziellen Gründen dauerte es aber bis in die Jahre 1955/1956/1957 bis der mechanische Teil der Kläranlage in Betrieb genommen werden konnte.

1962 bis 1973

Der Auftrag zur Planung des biologischen Teils der Anlage wurde im Herbst 1962 vergeben - die Vorplanung dauerte bis 1965. Eine umfassende Planung vom März 1973 wurde dann sukzessive umgesetzt.

1972 bis 2003

Im Jahr 1992 beschloss der Gemeinderat den Ausbau der veralteten und zu klein gewordenen Kläranlage. Die Anlage wurde in der Folge für 21.700 Einwohnergleichwerte ausgelegt und bis ins Jahr 2003 unter Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes um- und ausgebaut.

2003 bis heute

Im Jahr 2003 wurde das erste Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Das anfallende Klärgas musste nicht mehr abgefackelt werden, sondern wurde im BHKW in Strom und Wärme für die Eigennutzung in der Kläranlage umgewandelt. Der Energiebezug von außen und die Betriebskosten konnten dadurch gemindert werden.

In die Klärung des verschmutzten Abwassers hat die Stadt Trossingen in den vergangenen Jahren viel investiert. Das Kanalnetz in Trossingen hat mittlerweile eine Gesamtlänge von etwa 90 km. Davon sind rund 83 km Misch- und Schmutzwasserkanäle, die restlichen 7 km betreffen Regenwasserkanäle. Außerdem können in fünf Überlaufbecken über 3.000 m³ Wasser zwischengelagert werden. Bei starkem Regen bringen zudem 12 Regenüberläufe und zwei Retentionsbecken eine Entlastung.

 
 
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