Smart Metering/Smart Grids

Schon mal was von „Smart Metering“ (engl. für „intelligenten Zähler“) oder „Smart Grids“ (engl. für „intelligentes Netz“) gehört? Nein? Dann sind Sie sicher in guter Gesellschaft! Bislang hat sich das unter dem Verbraucher noch nicht etabliert. Solar- und Windkraftanlagen erzeugen unregelmäßig Strom. Bislang kommt unser Versorgungssystem damit gerade noch zurecht. Doch je stärker die Leistung ausgebaut wird, desto schwieriger gestaltet sich ihre Nutzung Seit längerem wird daher die Entwicklung eines intelligenten Stromnetzes vorangetrieben, das Einspeisung und Verbrauch miteinander in Einklang bringt. Auch diese Zukunftsvision stellt uns als Stadtwerke und örtlicher vor neue Herausforderungen.

 

Diese Implementierung von „intelligenten Netzen“ und „intelligenten Zählern“ scheint die Revolution des Jahrhunderts. Unsere schwedischen Nachbarn sind auch hier weiter und haben bereits intelligente Zähler eingeführt.

 

Aufgrund der stetig steigenden Einspeisemengen durch Windkraft-, Photovoltaik-Anlagen und andere Anlagen mit regenerativen Energien muss auch die Verbraucherseite nun reagieren. Nicht nur die Einspeisung, sondern auch der Verbrauch soll flexibilisiert werden. Stromkunden sollen ihren Verbrauch so ändern, dass er sich möglichst gut mit dem Angebot an Strom aus Sonnen- und Windkraftwerken deckt. Gleichzeitig aber sollen natürlich keine Einbußen in Bezug auf den Komfort entstehen. Man könnte auch sagen: Smart Grids versuchen, die Stromkunden mit Zuckerbrot (niedrige Preise) und Peitsche (hohe Preise) umzuerziehen.

 

Gegenwärtig wird in ganz Deutschland an diversen Testprojekten die Einführung erprobt. Diese erstrecken sich über verschiedene Tarife bei Testkunden, um einen Anreiz zu setzten, zu bestimmten Zeiten den Stromverbrauch zu erhöhen oder zu senken, über programmierte Geschirrspüler und bis hin zu Elektro-Warmwasserspeichern. Zudem wird der Aufbau von Energiespeichern erprobt, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

 

Bis 2020, so hat es die Europäische Union in ihrem dritten Binnenmarktpaket festgelegt, sollen 80 % der Verbraucher der Mitgliedsstaaten über „intelligente Zähler“ verfügen. Das bedeutet, dass z.B. in Neubauten, wenn technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar, mittlerweile Smart Meter einzubauen sind.

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, dann wenden Sie sich an uns. 

 

Ihr Kontakt

Abteilungsleitung Strom/Wärme
Herr Kleinhans
Tel.: (0 74 25) 94 02-60
Fax: (0 74 25) 94 02-69
eMail: willi.kleinhans[a]swtro.de